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Allgemeines Tscherms
Essen und Trinken
Karten, Literatur und Links
Wandern: Schloss Lebenberg
Wandern: Auf dem Waalweg nach Forst bzw. Töll
Wandern: Auf dem Vigiljoch
Bergtour: Vom Gampenjoch zur Großen Laugenspitzen
Bergtour: Vom Schnalstal (Kurzras) zur Schönen Aussicht und weiter zum Hinteren Eis
Bike: Gasthof Tschigg
Bike: Zum Schloss Katzenstein und Schloss Fragsburg
Bike: St. Helena im Ultental
Allgemeines zu Tscherms und Umgebung
Nach langer Suche nach einem schönen Familienhotel mit Kinderbetreuung sind wir im
Apparthotel Grafenstein in Tscherms
(zwischen Lana
und Meran) gelandet. Die Realität hält, was die
Web-Seite des Hotels verspricht. Es ist ein Traum. Falls
Ihr dort buchen wollt, beruft euch auf
mich. Dann
bekomme ich ein "Geschenk".
Ich war schon lange nicht mehr in Südtirol. Deshalb
hatte ich schon fast vergessen, welche Freundlichkeit
die Südtiroler den Gästen entgegenbringen. Wir haben uns
sehr wohl gefühlt.
Essen und Trinken
Das Grafenstein hat ein Faltblatt mit einige vernünftige
Vorschläge parat, wo man insbesondere mit Kindern Essen
gehen kann. Allerdings teilweise hochpreisig.
Hier noch einige Lokale aus eigener Erfahrung:
- Buschenschank Haidenhof:
Man sitzt hier sehr schön in einer mit Weinreben überdachten Laube mit
großartiger Aussicht auf Schloss Lebenberg und ins Tal. Berühmt scheint der
Kaiserschmarrn zu sein, der auch wirklich sehr gut schmeckt. Die Preise sind
allerdings vergleichsweise saftig. - Buschenschank Glöggelhof
Am Waalweg Lana-Marling-Forst. Auch hier sitzt man sitzt man sehr schön im Schatten. Auch hier sind die Preise nicht von schlechten Eltern. Die Auswahl ist verglichen mit dem Haidenhof ziemlich burschikos (viel Speck
u.ä.).
- Untermosselkeller
Von Lana Richtung Gampenjoch und bald nach dem Ortsende steil rechts hinauf. Auf der
Terrasse sitzt man traumhaft über dem Tal. Auch das Innere sieht ansprechend rustikal aus. Das gleiche gilt für die Speisekarte. Es gibt die typischen
Südtiroler Schmankerln. Probiert habe ich allerdings nicht.
- Traubenwirt in Marling (Ortszentrum)
Sehr schöner heller, vollverglaster Gastraum mit einer offenen Seite. Die
Portionen sind sehr reichlich. Die Preise fair. - Pizzeria Turm in St. Pankraz
Einfache Pizzeria mit schlichter Terrasse aber schönem Ausblick auf die
gegenüberliegende Talseite zur Gr. Laugenspitze. - Gasthof Hirsch, Hopferau
Auf der Heimfahrt über Innsbruck, Imst, Reute, Füssen kommt man durch Hopferau.
An der Durchfahrtsstraße sind wir im Hirsch abgestiegen. Wer sich nach all dem
Forst-Bier mal wieder ein schönes Helles reinziehen will, ist dort goldrichtig.
Das Essen war auch hervorragend und bei den Preisen musste man im Vergleich zu
Südtirol erst mal nachrechnen, ob der Ober nicht einen Posten vergessen hatte.
Karten, Literatur und Links
Hier wären zu nennen:
Wandern: Schloss Lebenberg
"Wandern" ist für diesen Spaziergang fast etwas hoch gegriffen. Das Schloss ist zu Fuß
ca. eine halbe Stunde von Grafenstein entfernt. Man geht zuerst auf dem Waalweg und
folgt dann dem Schild Richtung "Haidenhof" nach links hoch. Der kurze Anstieg ist an
heißen Tagen ganz schön beschwerlich. Aber er lohnt sich. Den Haidenhof
lassen wir erst
mal rechts liegen, um die Schlossführung nicht zu verpassen (die Zeiten sind eng).
Das Schloss lohnt sich wirklich. Es ist noch bewohnt und vermittelt einen schönen
Eindruck über die Lebensweise des "mittleren" Adels zwischen 1500 und 1800. Auf dem
Rückweg, lassen wir die geschäftstüchtige Wirtin am Haidenhof ein paar Teuros verdienen.
Wandern: Auf dem Waalweg nach Forst bzw. Töll
Nur ein paar Meter oberhalb von Grafenstein führt der Waalweg von Lana nach Töll
entlang. Er ist auch bei großer Hitze leicht bekömmlich, da öfter im Schatten.
Man sollte sich allerdings gut überlegen, wo man eingekehrt und wo man aussteigt.
Man sollte das Einkehren nicht für's Ende Aufsparen denn: Wenn man bis zum
bitteren Ende nach Töll geht, kommt man an einer sehr unromantischen Stelle
beim Wasserkraftwerk der Etsch heraus. Dort gibt es keine Einkehrmöglichkeit
auch wenn die Karte es einen glauben machen will. Ein weiterer Nachteil dieses
Ausstiegspunktes ist es, dass dort zwar direkt eine Bushaltestelle ist, jedoch
nicht für den Bus, der direkt nach Lana fährt. Stattdessen muss man in Meran
umsteigen (fährt alle 30 Minuten bzw. alle 60 am Wochenende). Wenn man den
Ausstiegspunkt "Forst" wählt, hat man noch eine ganze Ecke bis ins Ortszentrum
Forst zu laufen. Dort versüßt einem allerdings der Biergarten der Forst-Brauerei
mit saftigen Preisen das Warten auf den Bus, der von dort alle 20 Min direkt
nach Lana fährt.
Wandern: Auf dem Vigiljoch
Man kann natürlich laufen. Aber wir sind mit der Seilbahn ab Lana hochgefahren.
Dort oben gibt es viele ausgeschilderte Wandermöglichkeiten und man ist Schief
des Etschtales etwas entronnen. Auf keinen Fall sollte man versäumen, ein Getränk
an der Bärenbadalm einzunehmen. Dort liegen einem gen Osten die prominenten Gipfel
der Dolomiten zu Füßen: Langkofel, Plattkofel, Geislerspitzen, Rosengarten,
Marmolada und wie sie sonst noch alle heißen.
Bergtour: Vom Gampenjoch (1518m) zur Großen
Laugenspitze (2434m)
Für diese Tour muss man mit dem PKW eine gute halbe
Stunde von Tscherm zum Gampenjoch fahren. Früh morgens
ist das parken kein Problem, später schon. Vielleicht
parkt man weiter unten z.B. bei der Alpenrose und fährt
mit dem Bus hoch.
Hinauf auf dem gut bezeichneten Bonacossa-Weg (Nr. 133).
Der geht teilweise schon recht Steil und glitschig im
Wald hoch. Meine Karte hat nicht so ganz gestimmt, denn
der Weg kommt beim Laugensee heraus. Von dort folgt man
dem 10-er auf den Gipfel. Der Weg ist teilweise ziemlich
geröllig und bietet auch Stellen zum "Hinfassen".
Aussicht hatte ich leider keine, aber sie soll sehr
schön sein. Zurück erst mal denselben Weg bis fast zum
See. Dann bin ich aber den 133-er weiter gegangen
Richtung Laugenalm. Auch hier stimmte die Karte wieder
nicht, denn der 10-er und 133-er verlaufen gemeinsam
zur Laugenalm und nicht getrennt wie auf der Karte. Zur
Laugenalm kommt man auch einigermaßen bequem mit dem
Radl. Sehr schöne Alm. Auf dem geschotterten Fahrweg
geht es bequem zurück zum Joch.
Bergtour: Vom Schnalstal (Kurzras) zur Schönen Aussicht und weiter zum Hinteren Eis
Das ist schon eine ausgewachsene Hochgebirgstour, bei alles passen sollte: Wetter,
Ausrüstung, Kondition, etc.Mit dem Auto in den letzten Winkel des Schnalstals.
Wer früh genug ankommt, spart die Parkgebühr. Der Weg zieht sich angenehm gleichmäßig
steigend zur Schönen Aussicht. Auf den letzten zehn Wegminuten musste ich zwei
unangenehme, weil steile Schneefelder queren. Bei der Hütte öffnet sich der Blick
in die Ötztaler Gletscherwelt. Sehr imposant. Weiter geht es zum Hinteren Eis. Der
Einstieg ist etwas schwer zu finden zumal das Schild in die falsche Richtung zeigt
(Rüge Nr. 1 an den Hüttenwirt). Also: es geht bei der Hütte direkt steil die Schrofen
hinauf. Wenn man's weiß, sieht man die Markierung. Die Markierung ist allerdings auch
so ziemlich die einzige, obwohl der Weg auf der Karte eine Nummer hat (Rüge Nr. 2
an den Hüttenwirt. Man orientiert sich an den Steinmanderln. Es gibt durchgehend
einen Weg. Im Aufstieg ist er nicht immer einfach zu sehen. Andere Berichte sprechen
von "Trittsicherheit erforderlich". Das kann ich so nicht bestätigen. Zwar geht es
immer wieder über das berühmte Ötztaler Geröll, aber nie gefahrlich oder ausgesetzt.
Eigentlich ein richtiger Spaßberg. Die Aussicht ist wirklich nochmal zwei Klassen besser
als von der Schönen Aussicht. Man befindet sich mitten in der Runde: Weißkugel,
Weißseespitze, Wildspitze, Similaun. Auch die Fundstelle von Ötzi ist IMHO zu sehen.
Weitere Tourenbeschreibung
hier und
hier.
Bike:
Gasthof Tschigg
Von Grafenstein wieder ein Stück den Weg zurück Richtung Lana. Bei der Kreuzung,
wo es den Berg hinuntergeht, rechts hinauf Richtung Waal. Dem Fahrweg folgend
kommt man am Haidenhof vorbei und dann zum Schloss Lebenberg (Besichtung lohnt,
Öffnungszeiten beachten). Der Weg bis Lebenberg geht mal teilweise knackig steil
bergauf. Nach dem Schloss geht es kurz bergab aber dann wieder gelichmäßig
erträglich ansteigend zum Gasthof Tschigg. Von dort denselben Weg wieder zurück.
Bike: Zum Schloss Katzenstein und Schloss Fragsburg
Vom Grafenstein nach Tscherms hinab. Wer auf Nummer Sicher gehen will, fährt nach
Lana und dort auf der Hauptstraße über die Etsch. Wer sich um die Hauptstraße so
gut es geht drücken will, fährt ein kurzes Stück Richtung Meran und dann im Centro
rechts hinunter Richtung Obstplantagen. Der Weg ist nicht bezeichnet und es ist
ein bisschen Spürsinn erforderlich. Das Ziel ist das Industriegebiet von Lana,
das immer wieder zwischen den Obstbäumen aufblinkt. An einer Kreuzung mitten im
Obst habe bin ich dann rechts ab auf einem Feldweg mitten durch das Obst und wie
durch ein Wunder kam ich im Hof eines Molkereibetriebes heraus. Von dort schlägt
man sich zur Hauptstraße durch, fährt über die Etsch+Autobahn und dann links nach
Norden. Gott sei Dank hat die Straße einen Gehweg, auf dem man den Rowdies entkommen
kann. Sobald es ging bin ich rechts in die Büsche und dann auf der östlichsten
echten Straße parallel zur Hauptstraße gefahren. Gleich hinter Downtown (Rathaus,
Kirche) wieder rechts, dann wieder links und dann endlich rechts den Hang hinauf.
Nach ein paar hundert Metern, da wo der Weg schotterich wird, steht geradeaus und
"Durchfahrt verboten"-Schild. Einmal bin ich erfolgreich hier hochgefahren. Das
zweite Mal hat mich allerdings der Hund begrüßt. Die Begegnung war adrenalinfördernd.
Darauf sollte man verzichten. Der Weg geradeaus ist etwas bekömmlicher aus der
unverbotene links hoch. Beide führen auf einen geteerten Fahrweg, der von Meran
heraufführt. Auf diesem weiter zum Schloss (privat, keine Besichtigung). Mäßig
ansteigend geht es weiter Richtung Fragsburg. Man stößt auf die Fahrstraße von
Meran und folgt dieser bis zur Burg. Von der Burg führt ein Wanderweg in einer
halben stunde zu den Wasserfällen.
Wer nicht den gleichen Weg wieder zurück will - was zu empfehlen ist - fährt die
Fahrstraße wieder hinunter bis zu der T-Kreuzung. Dann links über Gasthaus/Buschen
Kofler hinunter zur Kirche von Burgstall. Der Teil des Weges ist sehr idyllisch
und lässt einen bisweilen die Nähe des großen Etschtales vergessen.
Bike: St. Helena im Ultental
Eigentlich hätte es ja eine Tour auf der Straße ins hintere Ultental werden
sollen. Bin auch extra um sechs Uhr früh losgefahren, um dem Verkehr zu entrinnen.
Vielleicht war das gerade der Fehler. Beginnend in Lana war ich schon in St.
Pankraz von den rücksichtslos mit minimalem Abstand vorbeibrausenden Betonmischern,
38-Tonnern etc. so abgenervt, dass ich fast umgedreht hätte. Man musste glauben,
da hinten wäre irgendwo eine Großbaustelle. Einer Eingebung folgend, bin ich gleich
nach dem Ortsausgang rechts abgebogen Richtung St. Helena. Das ist zwar auch eine
Fahrstraße aber eine, auf der sich Fuchs und Has' gute Nacht sagen. Sie zieht sich
schöne parallel zum Tal hinauf und man hat eine prächtige Aussicht auf die
gegenüberliegende Talseite. Auf der Höhe von Kaserbach biegt ein noch schmalerer
Fahrweg rechts ab Richtung St. Helena. Dort wartet im Gasthaus ein sehr freundlicher
Wirt auf mich und hat mir ein paar Spiegeleier mit Speck bereitet, auch wenn's nicht
auf der Karte stand. Die hatte ich auch bitter nötig nach ca. 1200 Höhenmetern.
Zurück bin ich auf demselben Weg. Eine kleine Variante jedoch: Dort wo die Straße
aus dem Ultental herauskommt und die letzten paar Kehren quasi schon im Etschtal
verlaufen, kann man in einer Kehre zum Waalweg abbiegen (Schild). Man kommt dann
über den Töggele-Hof und den Glögglhof wieder zurück zum Grafenstein und spart sich
ein paar Höhenmeter für den Wiederaufstieg von Tscherm. Für den Hinweg gilt das
natürlich genauso.
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